Arbeitsgruppen

Ärztliche Arbeitsgruppe

Die AG gründete sich Ende 2014 an der APB, um die Gruppe der Ärzt*innen am Institut mit ihren Besonderheiten und Bedürfnissen zu stärken.

Es nehmen immer weniger Ärzt*innen die Aus- und Weiterbildung TfP/Psychoanalyse in Anspruch. Wie können wir wieder mehr von ihnen gewinnen? Das ist eine zentrale Frage.

Entlang der Frage „Gibt es eine ärztliche Psychotherapie?“ fand ein reger Austausch statt, der fortzusetzen ist und zu dem wir alle Interessierten herzlich einladen.

Leiterin und Ansprechpartnerin der AG: Sabine Will | sabine.will@apb.de

Arbeitskreis Flucht und Asyl

Der Arbeitskreis „Flucht und Asyl“ trifft sich ca. alle zwei Monate donnerstags um 20.30 Uhr im Vorlesungsraum der APB. Er steht allen Mitglieder*innen und Kandidat*innen der APB offen, die mit Geflüchteten arbeiten oder dies für die Zukunft vorhaben oder die einfach an dem Thema interessiert sind.

Die Treffen dienen abwechselnd der Intervision für Behandlungen von Geflüchteten und der Information über Themen, die für für diesen Kontext von Interesse sind. Wir konnten hierzu Referent*innen aus dem Institut und von außerhalb gewinnen. 2016 gab es Referate folgenden Inhaltes:

  • Psychotherapeutisches Arbeiten mit Dolmetscher*innen
  • Situation minderjähriger unbegleiteter Geflüchteter
  • Aufenthaltsrecht
  • Juristische Aspekte bei der Erstellung von Attesten
  • Arbeitsmöglichkeiten für Geflüchtete

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, auch wenn Sie nur zu einem bestimmten einzelnen Termin oder sporadisch kommen wollen.

Leiterin und Ansprechpartnerin der AG:
Sabine Will | sabine.will@apb.de
Dipl. -Psych. Ronny Krüger | ronny.krueger@apb.de

Arbeitsgruppe Psychoanalyse und Gesellschaft

Seit den kulturkritischen Schriften von Freud wird die Psychoanalyse auch als potentiell gesellschaftskritisches Instrumentarium verstanden. Wie beeinflussen die äußeren (Macht-)Verhältnisse die innere Welt eines Individuums, wie wird Unbewusstheit produziert? Wie wirkt umgekehrt der vorherrschende Sozialcharakter der Individuen auf die Gesellschaft zurück, wie verschränken sich Subjektivität und soziale Ordnung?

Bereits mit der Gründung 1990 als erstes deutsch-deutsches psychoanalytisches Institut waren wir eingebunden in die sich wandelnden politischen und gesellschaftlichen Prozesse. Die AG „Psychoanalyse und Gesellschaft“ wurde 1999 von mehreren Dozent*innen unter Leitung von Annette Simon gegründet. Ab 2000 gestalteten die AG-Mitglieder in jedem Semester eine Veranstaltung mit dem Anspruch, auf brennende Zeitfragen thematisch zu reagieren. Später geleitet von Sahap Eraslan und mit teils wechselnden Mitgliedern besteht die AG bis heute fort.

Die AG ist mittlerweile offen für alle Mitglieder und Weiterbildungsteilnehmer*innen des Instituts. Wir verstehen die AG dabei als Plattform und Koordinierungstreffen aller an gesellschaftlichen Fragen Interessierten. Nicht zuletzt geht es auch darum, die Rolle der Psychoanalyse und Psychotherapie in der Gesellschaft selbst zu reflektieren. Neben der Gestaltung von institutsinternen (Lehr-)Veranstaltungen ist es unser Anliegen, verstärkt in die Öffentlichkeit zu gehen und damit auch psychoanalytisches Gedankengut wieder mehr in die Gesellschaft zu tragen.

Leiter und Ansprechpartner der AG: Frank Blohm | frank.blohm@apb.de

Ansprechpartner*in für Weiterbildungsteilnehmer*innen: Carolin Hansen hansen.c@posteo.de, Julia Keil julia.keil_91@web.de, Steffen Schödwell steffen_schoedwell@yahoo.de

Mail AG: gesellschaft@apb.de

Im Rahmen der AG Arbeit kam am 28. Februar 2020 dieser Vortrag von Prof. Helmut Dahmer mit anschließender Diskussion zustande:

Am 30. Oktober 2020 gab es eine Veranstaltung zum Thema “Man fühlt es, aber will es nicht glauben. Spuren des Nationalsozialismus in Deutschen des 21. Jahrhunderts” mit Angela Mauss-Hanke, die wir Ihnen gerne als Video bereitstellen:

Im Rahmen der Semesterauftaktveranstaltung zum Sommersemester 2021 wurde ein Interview zum Leben und Werk von Erich Fromm mit Rainer Funk ausgestrahlt und gemeinsam besprochen. Das Interview finden Sie in nur leicht gekürzter Version auch auf unserem Youtube Account:

 

 

 

Arbeitsgruppe Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die Entwicklung ökonomischer Kurztherapien zählte schon früh zu den innovativsten Arbeitsgebieten der Psychoanalyse (Ferenczi, Alexander, Balint). In dieser Tradition wird die TP bei uns in der apb als „angewandte Psychoanalyse“ verstanden. – Die „tiefenpsychologische Fundierung“ der Psychotherapie streben wir in unserer Ausbildung durch parallele Vermittlung der psychoanalytischen Kernkonzepte an, die alle Bereiche betreffen: Störungstheorie, Pathogenese, Therapieprozess, Behandlungstechnik. – Als Verbindungsklammer zwischen analytischer und tiefenpsychologischer Praxis wurde bislang vor allem das Prinzip der Fokussierung angesehen. Künftig werden zudem auch die intersubjektive Perspektive und strukturbezogene Arbeitsweisen zum gemeinsamen Nenner von TP und Analyse gezählt werden. Die konzeptionelle Erneuerung der TP-Ausbildung ist derzeit ein Schwerpunkt in den Diskussionen unseres Instituts.

Leiter und Ansprechpartner der AG: Dr. Klemens Färber | klemens.faerber@apb.de

Wissenschaftliche Arbeitsgruppe

Die wissenschaftliche Arbeitsgruppe findet in der Regel einmal pro Monat statt. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder*innen der APB. Das Programm der wissenschaftlichen AG wird jeweils zu Beginn des Semesters von einer Vorbereitungsgruppe erstellt.

In der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe können Kolleg*innen, die Vorträge und Veröffentlichungen planen, ihre Arbeiten mit uns diskutieren. Es werden auch Gäste eingeladen, zu interessanten psychoanalytischen Themen zu sprechen. Oder Kolleg*innen, die sich um eine Institutsmitgliedsschaft bemühen, wird Gelegenheit gegeben, sich mit einer eigenen Arbeit vorzustellen.

Alternierend zu Abenden mit Fortbildungscharakter finden in der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe regelmäßige klinische Diskussionen unter bestimmten inhaltlichen Gesichtspunkten statt. Über mehrere Jahre arbeiteten wir als eine modifizierte Balintgruppe, in welcher wir klinisches Material unter einem psychohistorischen Blickwinkel untersuchten.

Aktuell werden die klinischen Fälle nach der Methode des „Gedanken-Verwebens“ vorgestellt und diskutiert. Gegenstand sind momentan Fälle, bei denen es sich um sowohl um spezielle psychohistorische als auch um interkulturelle Besonderheiten geht, die zwischen Analytiker*innen und Patient*innen auftreten und die Übertragungsbeziehung beeinflussen.

Leiterin und Ansprechpartnerin der AG: Jürgen Tietz jt1512a@gmail.com