Aktuelles

Willkommen auf der Website der Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse und Psychotherapie Berlin e.V. (apb). Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserem psychoanalytischen Institut. Wir bieten die Ausbildung bzw. Weiterbildung in Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie für Ärzt*innen und Psycholog*innen in Berlin an. Bewerbungen sind laufend möglich.

 

Informationsveranstaltungen

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Öffentliche Veranstaltungen

03./04.09.2021 19 Uhr (Vortrag und Workshop am Folgetag)

Feministische und queere
Perspektiven zur Psychoanalyse
des Begehrens


Prof. Dr. Helga Krüger-Kirn

Wie wir begehren, ist eng mit Fragen nach der eigenen Sexualität, Lust und dem „richtigen“ Umgang mit den Gefühlen verbunden. Das subjektive Erfahrungsspektrum von Freiheit, Diskriminierung und Ausgrenzung ist eingebettet in gesellschaftliche Vorstellungen und Konfliktfelder sowie kontroverse Debatten zum Verhältnis von Körper, Geschlecht und Differenz im Kontext gesellschaftlicher Normen.
Als Inbegriff jener Konzeption, die subjektives Begehren und die Möglichkeiten eines selbstbestimmten Lebens einengt, steht die Freudsche Theorie des Geschlechterverhältnisses im Fokus. Basierend auf der Zwangsläufigkeit der Folgen des anatomischen Geschlechtsunterschieds und damit einhergehenden Festlegung in Gestalt bestimmter Geschlechterrollen und Begehrensweisen ist sie bis heute nicht nur im feministischen Diskurs, sondern auch innerhalb der psychoanalytischen Theoriedebatte mit vielfältigen Kontroversen verbunden.
Auf konzeptioneller Ebene stellt sich hier die Frage, ob eine Überwindung normierender Identitäts- und Sexualitätsvorstellungen unweigerlich mit einer Aufhebung geschlechtsspezifischer Unterschiede einhergehen muss, wie dies queere Perspektiven nahelegen, oder nicht gerade die psychoanalytische Dialektik von Körper und Diskurs als Verwicklung von Natur und Kultur im Subjekt zu einem selbstbestimmten Begehren beiträgt.
Unter Rückgriff auf psychoanalytische Theorien, insbesondere Laplanches Konzept der rätselhaften Botschaften, wird in diesem Vortrag argumentiert, dass erst eine sozial-psychoanalytische Sicht auf Körper und Begehren eine Möglichkeit der Freiheit und Selbstbestimmung bietet.

Helga Krüger-Kirn, Prof. Dr. phil., Dipl.-Psych., Honorarprofessorin an der Philipps-Universität Marburg. Psychoanalytikerin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Lehranalytikerin (DGPT) und Dozentin für analytische Paar- und Familientherapie sowie Körper-Psychotherapie. Sie arbeitet in freier Praxis in Marburg. Aktuell Forschungen und Veröffentlichungen zu Mutterschaft und Mütterlichkeit sowie zu Anti-Feminismus in der Gesellschaft, zuletzt Elternschaft und Gendertrouble. Geschlechterkritische Perspektiven auf den Wandel der Familie. Budrich-Verlag, 2021 www.praxis-krueger-kirn.de.

Bitte melden Sie sich für den Teilnahme-Link möglichst bis zum 30.08.21 beim Sekretariat der Apb unter veranstaltung@apb.de
19.11.2021

Wahrheit und Lüge aus psychoanalytischer Sicht

Maria Heiming

Wir streben nach Wahrheit, empfinden sie als Nahrung für die Seele, flüchten aber auch gern in die Lüge, weil die Wahrheit oft schmerzhaft, gar unerträglich ist. Wie geht die Psychoanalyse mit diesem Konflikt um - das soll theoretisch und mit einer klinischen Vignette erörtert werden.

Hinweis: Aufgrund der pandemischen Situation bitte unmittelbar vor der Veranstaltung hier überprüfen, ob die Veranstaltung im Institut, digital oder als Hybrid stattfindet!
18.01.2022 19 Uhr

Die Geschwisterbeziehung im Spannungsverhältnis zwischen Selbst und Objekt

Adam-Lauterbach, Dorothee

Aufgrund der emotional und körperlich erfahrbaren Nähe zwischen Geschwistern steht die Subjekt-Objekt in einem Spannungsverhältnis, das immer wieder neu aus balanciert werden muss. Erweitert die Geschwisterdynamik die innere Objektwelt, so können sowohl mangelnde Abgrenzung und als Gegenpol zu viel Distanz belastende Einflüsse auf die Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung und auf die Fähigkeit zur Beziehungsregulierung haben.

Hinweis: Aufgrund der pandemischen Situation bitte unmittelbar vor der Veranstaltung hier überprüfen, ob die Veranstaltung im Institut, digital oder als Hybrid stattfindet!
22.03.2022 19 Uhr

Der NAMENLOSE.

Michael Froese

Wie der „Naumburger Meister“ zu verschiedenen Zeiten verstanden wurde. Vom Schöpfer der berühmten Stifterfiguren (z.B. UTA) ist nichts überliefert. Was wir wissen, besteht aus je zeitbedingten Projektionen. Einige von ihnen werde ich diskutieren.

Hinweis: Aufgrund der pandemischen Situation bitte unmittelbar vor der Veranstaltung hier überprüfen, ob die Veranstaltung im Institut, digital oder als Hybrid stattfindet!