Gasthörer-Status

Wenn Sie sich für eine Ausbildung oder Weiterbildung in Psychoanalyse und/oder tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie an unserem Institut in Berlin interessieren, so sind Sie herzlich willkommen, die APB e.V. als Gasthörerin bzw. Gasthörer zu entdecken. Sie können an Lehrveranstaltungen der vorklinischen Ausbildung sowie an Literaturseminaren gegen eine entsprechende Gebühr teilnehmen und damit psychoanalytisches Denken und psychoanalytischen Austausch an unserem Institut kennenlernen. Bitte richten Sie dazu eine Anfrage an unser Sekretariat (E-Mail: info@apb.de). Der Besuch dieser Lehrveranstaltungen ist, im Falle einer Zulassung zur Aus-/Weiterbildung, auf den späteren Ausbildungsgang anrechenbar.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Bewerbung.

Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen den Besuch unserer öffentlichen Veranstaltungen und Vorlesungen.

Folgende Lehrveranstaltungen können Sie mit einem Gasthörer-Status besuchen:

 

Vorklinische Ausbildung im 1. und 2. Studienjahr

Tag: mittwochs // Zeit: 18:00 – 20:30 Uhr // Ort: APB Behandlungsraum II
 
DatumInhaltDozent/in
Textkenntnisse der Literatur werden vorausgesetzt.
Die mit *Ref. gekennzeichneten Seminare ermöglichen die Einarbeitung eines Referats. Bitte setzen Sie sich am Semesterbeginn mit dem jeweiligen Dozenten in Verbindung.
01.03.2017Psychodynamik der Hysterie

Es werden die grundlegenden Theorien zur Hysterie unter dem Gesichtswinkel dargestellt, inwieweit sie heute klinisch noch für die Psychoanalyse relevant sind.

Küchenhoff, J.: Hysterie heute- eine Revision. Forum der Psychoanalyse (2002) 18:224-244
Rupprecht-Schampera, U.: a) Ein gemeinsames Modell für neurotische und Borderline-Hysterien. Forum der Psychoanalyse (2003) 19:70-81 - b) Frühe Triangulierung in der Hysterie. Psyche (1997) 51:637-664

 
Frank Horzetzky
15.03.2017Angststörungen

Grundlegende psychodynamische Konzepte wie Konflikt- und Defizitmodell werden in Bezug auf die verschiedenen Angststörungen wie Agoraphobie, Panikattacken und generalisierte Angststörung anhand von Fallbeispielen diskutiert.

Mentzos, S.: Angstneurose. Psychodynamische und psychotherap. Aspekte. Fischer. Frankfurt M. 1984
Ermann, M.: Angst- und Angststörungen. Psychoanalytische Konzepte. Kohlhammer. Stuttgart 2012

 
Gudrun Minnich
29.03.2017Sexuelle Aspekte psychischer Störungen

Neben den Sexualstörungen an sich soll es um die Frage gehen, welche spezifischen sexuellen Probleme ggf. komorbid bei bestimmten psychischen Störungen anzutreffen sind - beispielsweise Libidoverlust bei Depression, Potenzstörungen und Leistungsdruck bei narzisstischen Persönlichkeiten u.a.

Sigusch, V. (2007): Sexuelle Störungen und ihre Behandlung. Stuttgart (Thieme).
Quindeau, I. (2014): Sexualität. Gießen (Psychosozial Verlag).

 
Sabine Will
19.04.2017Essstörungen

Im Rahmen der vorklinischen Beschäftigung mit dem Thema wird es um die verschiedenen Formen der Essstörungen, Epidemiologie und Genese, sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Psychodynamik gehen.

Jungbloed-Schurig, U.: Pathologisches Essverhalten als Störung von Symbolisierungsfunktion und triangulärem Raum. In: dies. (Hg.): Ich esse deine Suppe nicht. Psychoanalyse gestörten Essverhaltens. Ambulante Behandlungen und theoretische Konzepte. Brandes & Apsel, Frankfurt/M., 2006
 
Adriane Wachholz- Abiodun
17.05.2017Die Somatisierungsstörung

Es wird ein Überblick gegeben über die psychosomat. Erkrankungen und ihre klinische Relevanz. Was zeichnet die Somatisierungsstörung, im ICD 10 als F45.0 kodiert, im Besonderen aus? Welche psychodynamischen Theorien liegen zugrunde? Die Grundzüge der analytischen Behandlung werden dargestellt.

Uexkuell: Psychosomtische Medizin, Urban und Fischer, München, 2017
Hoffmann,Hochapfel: Psychosomatische Medizin, Schattauer Stuttgart, 2004

 
Karl-Heinz Bomberg
14.06.2017Borderline-Störungen

Das psychodynamische Konzept der Borderline-Störungen soll ausführlich dargestellt werden. Im Zentrum werden die spezifischen Strukturmerkmale, Abwehrmechanismen und Objektbeziehungen stehen.

Kernberg, O.: Borderlinestörungen und pathologischer Narzißmus. Suhrkamp, Berlin, 1980
 
Robin Verner
21.06.2017Körperpsychotherapie

Ausgehend vom Körpererleben können wir Patienten in einen Prozess des inneren Erkundens noch nicht bekannter oder nicht annehmbarer Aspekte ihrer selbst geleiten. Im Körpererleben des Patienten, sowie des Therapeuten teilen sich zudem Interaktionsmuster mit, für die wir auch in der analytischen Behandlung aufmerksamer werden können. Das kann im Seminar in prakt. Experimenten erfahren werden.

Geuter, U., Körperpsychotherapie. Grundriss einer Theorie für die klinische Praxis. Springer, 2015.
Body Psychotherapy: Experiencing the Body, Experiencing the Self. International Body Psychotherapy Journal, 15, 6-19.

http://www.ibpj.org/issues/Lisbon%20Congress%20Supplement.pdf

 
Ulfried Geuter
(Gastdozent)
28.06.2017Narzissmus als Grundphänomen und Störungsbild

Narzissmus vereint Bedürfnisse nach Perfektion und Meisterung genauso in sich wie deren Verzerrung als Grandiosität oder rücksichtslose Ausbeutung. Was sagt uns der Mythos von Narziss und Echo, wie ihn Sigmund Freud zunächst zur Beschreibung einer Störung nutzte heute? Konzeptualisierungen des Narzissmus zwischen Persönlichkeitsstörung und Grundphänomen sollen hier vorgenommen werden.

Diamond D. (2006) Narzissmus als klein. u. gesellschaftl.Phänomen
Kernberg O. F. (2006) Eine zeitgenössische Interpretation von „Zur Einführung in den Narzissmus“
aus:
O. F. Kernberg, H-P. Hartmann (Hrsg) (2006) Narzissmus Grundlagen Störungsbilder Therapie, Stuttgart, Schattauer

 
Karin Teufel

 

Seminare am Samstag

Ort: APB Vorlesungsraum
 
DatumZeitInhaltDozent/in
Literatur als Reader erhältlich.
Textkenntnisse der Literatur werden vorausgesetzt.
Die mit *Ref. gekennzeichneten Seminare ermöglichen die Einarbeitung eines Referats. Bitte setzen Sie sich am Semesterbeginn mit dem jeweiligen Dozenten in Verbindung.
25.03.2017

10:00 - 13:00 UhrScham in der psychodynamischen Psychotherapie

Scham ist ein Problem, dessen Existenz in der psychodynamischen Psychotherapie stillschweigend hingenommen, jedoch von vielen Therapeuten unterschätzt wird. Das Seminar soll theoretische Grundlagen mit zahlreichen Fallbeispielen liefern und bietet die Möglichkeit, eigenes Fall-Material einzubringen.

Tiedemann, J. (2013) Scham. Göttingen (Psychosozial).
Tiedemann, J. (2010) Die Scham, das Selbst und der Andere. Göttingen (Psychosozial).

 
Jens Tiedemann
22.04.2017

11:30 - 14:00 UhrDepression: Diagnose u. Behandlungsansätze

Ziele des Seminars
• Differentialdiagnostik von Depressionen
• Behandlungsempfehlungen entsprechend den
Versorgungsleitlinien
• psychoanalytische Konzepte zur Entstehung und
Behandlung von Depressionen
• Hinweise zur psychoanalytischen und
tiefenpsychologischen Behandlung

Will/Grabenstedt/Völkl/Bauck: Depression. Psychodynamik und Therapie. Stuttgart (2000). Kohlhammer.
Mentzos, Stavros: Depression und Manie. Psychodynamik und Therapie affektiver Störungen. Göttingen (2001) Vandenhoeck&Ruprecht.

 
Vera Kattermann

 

Literaturseminare am Donnerstag

Tag: donnerstags // Zeit: 19:00 – 20:30 Uhr // Ort: APB Vorlesungsraum
 
Hinweis:
Die angegebene Literatur wird rechtzeitig zu den Seminaren als Reader bereitgestellt.
Die Texte sollten von den Kandidaten vor den Seminaren gelesen werden. Damit wird eine
gründliche Diskussion der Inhalte möglich, ebenso ein Austausch darüber, wie bestimmte Inhalte und theoretischen Konzepte verstanden werden können.
 
Offene Literaturgruppe der Kandidatinnen und Kandidaten:
Informationen erhalten Sie über die Kandidatensprecher.
 
Texte zu: Liebe und Hass
Über Liebe und Hass, also die großen Beziehungsaffekte zu reden, war selten notwendiger als heute. Was kann Menschen auf intime Weise miteinander verbinden? Und was ist das Wesen jener zerstörerischen Verkettungen, die am Ende alle Beteiligten beschädigen? Es zählt zum Alltagswissen, dass Liebe und Hass oft dicht beieinander liegen, ebenso wie es zum Kern des psychoanalytischen Denkens gehört, Gegensätze im Zusammenhang zu sehen.
In den Texten wichtiger Autoren wird der genetische Hintergrund dieser Affektregulation behandelt – ebenso die Frage, wie Liebe und Hass in der therapeutischen Realität und Übertragung zu handhaben sind.
 
DatumInhaltDozent/in
Literatur als Reader erhältlich.
Textkenntnisse der Literatur werden vorausgesetzt.
Die mit *Ref. gekennzeichneten Seminare ermöglichen die Einarbeitung eines Referats. Bitte setzen Sie sich am Semesterbeginn mit dem jeweiligen Dozenten in Verbindung.
23.02.2017Hass in der Gegenübertragung (D. Winnicott)

in: Winnicott, D.: Kinderanalyse 5 (1) (1997): Stuttgart ( Klett-Cotta). 35-46
Michael Froese
09.03.2017Von der Schwierigkeit, über Liebe zu reden (G. Schmithüsen)

in: Schmithüsen, G.: Von der Schwierigkeit, über Liebe zu reden. (2012). Psyche 66,
193-212
Ruth Becker
23.03.2017Liebe und Perversion – eine unmögliche Verbindung (F. De Masi)

in: de Masi, F. Liebe und Perversion.... (2016): Jahrbuch der Psychoanalyse 72, 103-1213
Kathrin Albert
06.04.2017Der phobische und der angstneurotische Modus (S. Mentzos)

in: Mentzos, S.: Lehrbuch der Psychodynamik. (2014): Göttingen (V&R). 110-125
Jürgen Tietz
11.05.2017Liebender Hass (C. Bollas)

in: Bollas, C.: Der Schatten des Objekts – Das ungedachte Bekannte (2014): Stuttgart (Klett-Cotta). Kapitel 7
Vera Söder /
Katja Dittmann
01.06.2017Liebe, Hass und Schuldgefühl (M. Klein, J. Riviere)

in: Klein, M., J. Riviere: Seelische Urkonflikte (1992).Frankfurt M., Fischer. 9-62
Uta Blohm
22.06.2017Freies Literaturseminar

Thema und Literatur wird von den Kandidaten ausgewählt
Jens Tiedemann